Willkommen in der Zukunft
Veröffentlicht von AFH Alliance, Chief Editor in Aktuell, conhIT 2011, Themen am April 12, 2011
von Dr. Anna Niemeyer
Mobile Lösungen für die Klinik sind nun Realität, zumindest bei den IT-Herstellern, die in der vergangenen Woche ihre Neuentwicklungen und Szenarien auf der diesjährigen conhIT vom 05. bis 07.04.2011 in Berlin vorstellten.
Der Weg in das Krankenhaus ist noch weit, auch wenn einige Anwendungen und Geräte bereits von Ärzten und Pflegekräften in den Händen gehalten werden. Doch immerhin: die ersten Schritte sind getan.
Die Nachfrage ist enorm, das konnte ich spüren in Berlin! Zusammen mit unserem Entwicklungspartner SIEMENS habe ich die erste App für i.s.h. med auf dem iPad vorgestellt und war selbst ein wenig von dem großen Interesse überrascht. Mit der Visiten-App konnten wir den Zugang zum KIS zeigen, eine 1:1-Abbildung, wie sie viele andere zeigen („Wir haben das gesamte KIS auf dem iPhone“), finde ich erschreckend.
Der Zauber des mobilen Device und v.a. auch des Konzeptes der i…-Geräte liegt doch in der Reduktion! Als Ärztin möchte ich am Patientenbett genau die in diesem Moment benötigten Daten und Informationen sehen und bearbeiten und nicht die ganze Welt. Mit diesem innovativen Ansatz, beispielhaft und prototypisch ausgeführt für die Visite, stießen wir auf großes Interesse bei Kliniken und Unikliniken. Allen ist klar, dass obwohl noch nicht einmal im Regelbetrieb vorhanden, mobile Devices nicht mehr wegzudenken sind aus der Klinik. Schade, dass das iPad im Krankenhaus nur bedingt einsatzfähig ist. Die Fragen, die zwar weniger aufregend, aber für den Echt-Einsatz umso wichtiger sind, wurden auf der conhIT nicht beantwortet. Hygiene und Resistance gegen Stürze, Wasser und andere Flüssigkeiten bleiben also weiterhin ungeklärt, hier ist die Industrie gefragt, Antworten zu entwickeln. Auch das Device Management, das die Administration und Einhaltung der Sicherheitsanforderungen gewährleisten muss ist noch nicht abschließend geklärt, obwohl es hier zumindest bereits Ansätze gibt, die in die richtige Richtung laufen. Gleichwohl ist es notwendig, die mobilen Devices in meine Krankenhaus-Infrastruktur integrieren zu können, ohne eine proprietäre Parallel-Architektur aufbauen zu müssen.
Schließlich ist dann noch eine flächendeckende Wireless- Infrastruktur unabdingbar, um mobile Technologie sinnvoll am Krankenbett nutzen zu können. Krankenhäuser sollten im Vorfeld die geeigneten Architekturen aufbauen und in moderne Infrastruktur investieren.
Ein Hersteller allein kann diese Fragen nicht alle beantworten und gleichzeitig noch mit den klinischen Mitarbeitern prozessunterstützende Anforderungen erarbeiten. Das AFH ist mit seinem Partnerkonzept auch hier wieder Impulsgeber. Verschiedene Industriepartner arbeiten gemeinsam an Lösungsszenarien, die geeignet sind die aktuellen und zukünftigen Fragestellungen auf den unterschiedlichen Ebenen zu beantworten. Nicht einer isolierten App auf einem mobilen Device gehört die Zukunft, sondern einem ganzheitlichen Ansatz, der den am Patienten tätigen Mitarbeiter in seiner täglichen Arbeit wirklich unterstützt. Dazu gehört es, ein mobiles Device nicht als KIS-Interface zu begreifen, sondern als persönlichen Assistenten, der mir nicht nur Informationen zum Patienten und darüber hinaus bietet sondern auch Steuerung von Terminen und Kommunikation erlaubt.
Kaiser Permanente Opens Center for Total Health in Washington, D.C.
Veröffentlicht von Lothar in Internationale Health Highlights am April 6, 2011
Kaiser Permanente geht konsequent seinen Weg. Das “Center for Total Health” ist ein gutes Beispiel dafür, wie man den ganzheitlichen Begriff “Gesundheit” dem Bürger und damit dem zukünftigen “Gesundheitskunden” auch bei uns in Deutschland vermitteln könnte.
Kaiser Permanente today opened the Center for Total Health, a place for innovators, leaders, influencers, thinkers, and believers in wellness to talk about health.
An interactive learning destination for the public, policymakers, and the health sector, the center demonstrates what Kaiser Permanente and others are doing to advance health and care delivery in the United States.
Sharing best practices, telling stories of innovation through voices of patients, community members and clinicians, and creating new venues to learn from others and collaborate, Kaiser Permanente is continuing to improve the health of its members and the communities it serves.
“A major part of Kaiser Permanente’s commitment to total health is sharing best practices and facilitating discussions that will improve the health of our nation,” said Kaiser Permanente President and Chief Operating Officer Bernard Tyson. “We are excited to open the Center for Total Health, where we will create opportunities to explore new ways to advance health through innovation and technology.”
The center features interactive displays that inspire dialogue about improving health and wellness:
A short documentary introduces visitors to Kaiser Permanente’s rich history and its founders, Henry J. Kaiser and Sidney Garfield, MD.
Interactive touch-screen walls allow visitors to explore the concept of “total health:” how people define total health, challenges to achieving it, and solutions that are working.
One of the world’s largest multi-touch video walls — an 80-foot-long mural — teaches visitors about the health benefits of walking,how easy it can be to integrate walking 30 minutes, 5 days a week into their own lives, and helps them understand how to build walkable communities.
Technology demo stations highlight some of the latest advances in telemedicine, mobile health applications, medication adherence, and delivering care through smartphone technology, tablet computers, and home electronics.
The Center for Total Health also is an educational event and conference center, with flexible spaces that feature a mock exam room to simulate a physician visit. Additionally, the facility is equipped with technology to facilitate virtual conferences.
“The idea for the Center for Total Health was born as a compelling way to share what Kaiser Permanente continues to learn about the kinds of health improvements we can make in this country,” said Philip Fasano, Kaiser Permanente Executive Vice President and Chief Information Officer. “The center will be the first place that leaders and the general public can go to see the real-world convergence of health, health care technology, and innovation. It is a place where industry and business leaders can fully embrace a vision for total health, see it in action, and be able to engage other leaders in how to potentially shape health care over the years to come.”
Das AFH – Think Tank für die Gesundheitsbranche
Veröffentlicht von Lothar Doerr in Aktuell, Headlines am April 6, 2011
Uwe Pöttgen, Leiter Konzernbereich IT der Asklepios Kliniken im Interview mit dem Krankenhaus-IT Journal. (Ausgabe 2/2011)
Für eine Gesundheitsplattform von Prävention bis Nachsorge gehören zu den IT-Meilensteinen strategisches Vorausdenken, konkrete Lösungsszenarien zu entwickeln und mit Forderungen zu unterstreichen. Uwe Pöttgen, Leiter Konzernbereich IT der Asklepios Kliniken, engagiert sich damit für den „Wachstumsfaktor Gesundheit“.
Wir müssen lernen zu verstehen, was kommt und wie wir damit umgehen können. Das aktuelle Tagesgeschäft verhindert diesen Prozess oftmals. Doch nur wenn wir es zulassen, dieses Stück „Future Hospital“ auch konsequent zu denken und weiterzuentwickeln, kann ein Wissenstransfer gelingen. Und wir brauchen den Dialog mit allen Beteiligten… Ohne den weiterführenden strategischen Denk- und Innovationsprozess, der im „Future Hospital“ steckt, werden Kliniken auf Dauer nicht wettbewerbsfähig bleiben können, und neue Entwicklungen werden verschlafen oder kommen verspätet…Im AFH verfolgen wir diesen Dreisatz: Es gibt den operativen Betrieb der IT, der das Jetzt, das Heute umfasst. Dann gibt es das Projektgeschehen eines IT-Betriebs in jedem Krankenhaus, welches die Projekte in einem Zeitraum von ein bis zwei Jahren darstellt und abbildet und im Idealfall bereits für das nächste Jahr plant. Und dann gibt es den dritten, den entscheidenden Schritt, den das AFH dank seiner Partner geht, den „Future Hospital“-Schritt. Denn hier stellen wir uns der Kernfrage: Was kommt nach den Projekten, was kommt in zwei bis fünf Jahren?
Hier können Sie das gesamte Interview in der Ausgabe 2 /2011 des Krankenaus-IT Journals nachlesen. (mit freundlicher Unterstützung des Antares Computer Verlag GmbH .www.medizin-edv.de )
Think smart. Think mobile. Think future.
Veröffentlicht von Lothar in Aktuell, conhIT 2011 am April 5, 2011
AFH auf der conhIT 2011 in Berlin. Topic: Der Klinische Arbeitsplatz der Zukunft.
von Jörg Focke
Berlin, 5.April 2011
Auch in diesem Jahr ist das AFH auf der conhIT, einer der wichtigsten Messen für IT im Gesundheitswesen Deutschlands, vertreten. Das AFH zeigt auf dem Stand des Partner Siemens den “klinischen Arbeitsplatz der Zukunft”. Smart UI. Mobile visite mit dem iPAD
Unter dem Motto „Neue Anforderungen – neue Lösungen – neue Horizonte“ stellt das AFH gemeinsam mit dem Entwicklungspartner Siemens das Innovationsprojekt für den klinischen Arbeitsplatz der Zukunft vor. Neben sich deutlich verändernden Anforderungen durch die heutigen Kliniker – im Projekt wurde von vielen Leistungsträgern aus dem klinischen Bereich im Rahmen von Workshops deren Anforderungen erhoben resp. validiert – nimmt die Entwicklungspartnerschaft auch die sich ändernde demografische Faktoren in den Fokus. „Zukünftig wird die Vereinbarkeit des Arztberufes mit den privaten Anforderungen in der Familie einer der Erolgsfaktoren im klinischen Umfeld sein. Bereits heute sind z.B. 2/3 der in der Ärztekammer Hessen eingetragenen Ärzte unter 35 weiblich – Tendenz steigend“ führt Frau Dr. med Anna Niemeyer, Projektmanagerin im Asklepios Future Hospital und für das gemeinsame Projekt mit Siemens verantwortlich, aus. „Wir benötigen Lösungen, die den klinischen Mitarbeiter ganzheitlich begreifen und ihn in seinem Arbeitsalltag unterstützen, dazu gehört u.a. die Möglichkeit auf die eigenen Termine, Nachrichten und Aufgaben zuzugreifen, unabhängig davon ob sie patientenbezogen, klinikbezogen oder privater Natur sind, mit einer derartigen Übersicht resp.Transparenz kann der erste Schritt getan werden sowohl berufliche als auch private Anforderungen, besser zu integrieren.
Ich freue mich, daß wir mir Siemens einen so starken Partner bei der Entwicklung unser gemeinsamen Vision an unserer Seite haben.“ schließt Frau Dr. Niemeyer, die das Projekt noch bis einschließlich Donnerstag in Berlin auf dem Siemens-Stand präsentiert.
Auf der conhIT wird ein Prototyp der iPad Visite auf Basis eines mobilen Endgerätes (in diesem Fall ein iPad) vorgestellt. In diesem Prototyp wurde sowohl auf die Oberflächenergonomie, als auch auf einen veränderten Funktionsumfang, der auch ausserklinische Bereiche mit abdecken kann, Wert gelegt.
Die eFA ist Standard und das AFH sagt Glückwunsch
Veröffentlicht von Lothar Doerr in Aktuell, Themen am April 1, 2011
von Oliver Heggblum, Projektmanager im AFH.
Kurz zusammengefasst:
Die elektronische FallAkte (eFA) ist eine 2006 gestartete Initiative für die Schaffung eines einheitlichen, bundesweit gültigen Kommunikationsstandards für Ärzte. Das Ziel ist es, mit Hilfe der eFA-Plattform den Austausch und die Zusammenarbeit zwischen dem stationären und dem ambulanten Sektor deutlich zu verbessern.
Nun hat die Projektgesellschaft Gematik das Konzept der elektronischen Fallakte einhellig abgesegnet und damit ist die eFA ein bundesweiter Standard. (Heise Online – Ein Schritt weiter zur elektronischen Gesundheitskarte)
Das AFH begrüsst diese so richtige und wichtige Entscheidung als “Mitinitiator” und Vordenker der elektronischen Fallakte (eFA). Denn dass die elektronische Fallakte ein Mehrwertdienst der Telematik-Infrastruktur werden soll, wird ja schon länger diskutiert – nach dem jüngsten Beschluss der Gematik-Gesellschafterversammlung zur Neuausrichtung ist dies nun Fakt. Der Erfolg hat ja rückblickend immer viele Väter und bei der eFA ist es nicht anders. Als Projektmanager im Asklepios Future Hospital weiß ich wovon ich spreche, denn ich bin mit dem Thema eFA seit nun 5 Jahren bestens vertraut und deswegen darf ich mit Stolz sagen: Das AFH ist auch ein “Vater”, ein ganz wichtiger sogar, denn wir waren von Anfang an, bei der Planung und Vorbereitung dabei, wir waren aktiv bei der Geburt als Konsortium präsent und wir haben ihren Werdegang bis heute erfolgreich begleitet und unterstützt. Und wir werden dies auch weiterhin machen, denn als “Vater” hat man eben so seine Verpflichtungen und wir freuen uns mit allen Beteiligten für diesen großartigen Erfolg. Das Future Hospital Programm und ganz besonders Uwe Pöttgen, der CIO der Asklepios Gruppe, hat entscheidend dazu beigetragen, dass aus einer Idee heute ein bundesweiter Standard geworden ist. Ich kann mich noch gut erinnern, wie dies alles im Sommer 2005 anfing, als der Leiter unseres Konzernbereiches IT, Uwe Pöttgen, gemeinsam mit Jörg Caumanns vom Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik und einer Hand voll weiterer Visionäre in einem Krankenhauskeller in Hamburg zusammensaß und über eine Plattform zum Datenaustausch zwischen Kliniken und niedergelassenen Ärzten diskutierten. Wenige Wochen später waren mit Sana und Rhön zwei weitere Klinikketten von der Idee überzeugt. Der gemeinsame Wunsch nach einer einfachen und sicheren Lösung einte die am Markt sonst eher konkurrierenden Unternehmen, und man beschloss die Gründung des „Konsortiums elektronische Fallakte“. Weitere interessierte Klinikketten kamen hinzu, um an der Verwirklichung einer grandiosen Idee mitzuwirken, und auch einige Universitätskliniken zeigten bald Interesse. Heute ist aus dem ursprünglichen Konsortium längst der „Verein elektronische Fallakte e.V.“ geworden, der durch seine Mitglieder bereits weit mehr als ein Viertel der deutschen Krankenhausbetten repräsentiert. Ziel ist nach wie vor die Etablierung einer guten Lösung zur medienbruchfreien, intersektoralen Kommunikation, wobei besonderes Augenmerk auf die Belange des Datenschutzes gelegt wird. Von den vielen eher unsicheren Lösungen so mancher Internet-Startup’s hebt sich die elektronische Fallakte damit deutlich ab – nicht zuletzt dies dürfte die Aufnahme in den erlauchten Kreis der Telematik-Mehrwertanwendungen ermöglicht haben. Die erste Spezifikation der elektronischen Fallakte ist längst veröffentlicht und weitere Themen werden erschlossen – so stehen zum Beispiel die Unterstützung von Fallkonferenzen, die Terminbuchung oder auch eine besser Einbindung bildgebender Verfahren derzeit ganz oben auf der Agenda.
Bezeichnend an dieser sicherlich einmaligen Erfolgsgeschichte ist, dass das AFH seinen typischen Dreisatz auch hier umgesetzt sieht: aus einer Idee wird ein Projekt geboren, das Projekt wird pilotiert, und am Ende steht ein neuer Standard, der seine Wirkung weit über das hinaus trägt und fortsetzen wird, was damals, 2005, in diesem Krankenhauskeller ersonnen wurde.
Smart UI: Mit dem iPad auf Visite
Veröffentlicht von Lothar Doerr in Aktuell, conhIT 2011, KIS, Krankenhausinformationssystem am März 31, 2011
Siemens und Asklepios entwickeln Szenarien für die Nutzung mobiler Geräte im Klinikalltag
Kurz zusammengefasst
Als wichtigen Schritt bei der Umsetzung seiner Smart-UI-Initiative wird Siemens auf der conhIT 2011 in Berlin live auf dem iPad demonstrieren, wie künftig patientennahe klinische Prozesse im Krankenhaus in i.s.h.med unterstützt werden können. In Kooperation mit dem Asklepios Future Hospital – der Healthcare-Innovations-Allianz der Asklepios Kliniken und seiner Partner – wurde dazu eine iPad-App für die Visite realisiert. Dieser Beitrag informiert über die Hintergründe.
Nach Einschätzung des BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) stehen mobile Gesundheitslösungen – das umfasst vor allem Applikationen auf Smartphones und Tablet-PCs – unmittelbar vor dem Durchbruch. Der BITKOM zitiert eine internationale Studie des Instituts research2guidance, der zufolge 67 Prozent der Unternehmen im Gesundheitssektor glauben, dass schon im Jahr 2015 die Mehrheit des medizinischen Personals in den Industrieländern mobile Gesundheitsapplikationen verwenden wird. Auch in vielen Krankenhäusern ist die Nutzung von Mobilgeräten längst eine Selbstverständlichkeit – denn von Ärzten und Pflegekräften wird ja seit jeher erwartet, dass sie jederzeit erreichbar und auskunftsfähig sein sollen. Daher haben mobile Geräte gerade in Kliniken ein großes Nutzenpotenzial. „Die Patientenversorgung auf der Station und vor allem die Dokumentation sind ja selbst hochgradig mobile Prozesse, die zu großen Teilen direkt am Krankenbett stattfinden“, erklärt Dr. Anna Niemeyer, Projektmanagerin im Programm „Asklepios Future Hospital“. „Wenn Informationstechnologie die täglichen klinischen Prozesse wirksam unterstützen will, muss sie also auch mobile Lösungen für die Information und die Dokumentation klinischer Daten anbieten. “

Schnell an Informationen kommen – einfach navigieren: Hier vom Login über die Stations- und Patientenübersicht zur elektronischen Kurve.
Um die Einsatzmöglichkeiten mobiler Geräte im klinischen Alltag auszuloten, arbeiten die Asklepios-Kliniken eng mit Siemens zusammen. Schon im November 2008 hatten Asklepios und Siemens eine Entwicklungspartnerschaft vereinbart, um im Rahmen des AFH-Programms gemeinsam das Krankenhausinformationssystem (KIS) i.s.h.med® von Siemens weiterzuentwickeln, welches bereits in zehn Asklepios-Kliniken eingesetzt wird. Dazu gehört auch die Anbindung mobiler Geräte an i.s.h.med. „Auch bei mobilen Anwendungen legen wir Wert darauf, die Anwender frühzeitig in die Entwicklung einzubeziehen“, sagt Claus Knapheide, User Experience Manager für klinische Systeme bei Siemens. „Es ist ja weder möglich noch sinnvoll, sämtliche Funktionen eines KIS auf das mobile Gerät zu bringen. Es kommt also darauf an, Funktionen und Informationen adaptiert für mobile Nutzungsszenarien bereitzustellen, wie der jeweilige Anwender sie gerade benötigt. Deshalb setzt Siemens seine mobile Strategie in enger Partnerschaft mit Klinikern aus der Praxis um.“
Das erste mobile Szenario: „Visite“
Im AFH-Teilprojekt „Mobile Szenarien“ untersucht ein Team von Asklepios- und Siemens-Mitarbeitern, wie die Nutzung mobiler Geräte im Zusammenspiel mit dem Krankenhausinformationssystem die Qualität und Effizienz der Dokumentationsprozesse erhöhen kann. Das Projekt ist ein wichtiger Bestandteil der Siemens-Initiative „Smart UI“, die das Ziel verfolgt, durch intelligente, benutzerzentrierte und praxisgerechte „User Interfaces“ (UI) und Bedienkonzepte die „User Experience“ – die Erfahrungen, die der Anwender bei der Nutzung seines KIS macht – zu verbessern. Mobile Nutzungsmöglichkeiten sind dafür ein ganz wesentlicher Faktor, denn Ärzte oder Pflegekräfte brauchen die Informationen aus dem KIS meist direkt beim Patienten, fern vom nächsten stationären Rechner. Für eine erste mobile Beispielanwendung für i.s.h.med schien das Szenario „Visite“ besonders geeignet, weil dort eine Vielzahl von Patienteninformationen benötigt oder auch neu erfasst wird und somit die rollenübergreifende, patientennahe Planung und Dokumentation ganz besonders von mobilen Endgeräten profitiert. Die Entwicklung der Visite-Applikation begann im Herbst 2010; als Plattform wurde das iPad von Apple ausgewählt. In mehreren Workshops diskutierte das Projektteam, welche Funktionen die Applikation enthalten sollte, entwickelte gemeinsam ein Fachkonzept und setzte danach schrittweise diese Planungen um. Im April 2011 wird zur conhIT in Berlin ein erster Prototyp vorgestellt, mit dem die Anbindung des iPads an i.s.h.med in beide Richtungen – lesend und schreibend – live demonstriert wird.
Die Visite-App greift direkt auf die elektronische Krankenakte in i.s.h.med zu und präsentiert dem Anwender auf Knopfdruck zunächst wichtige Hintergrundinformationen zu einem ausgewählten Patienten. „Will ein Arzt während der Visite eine therapeutische Maßnahme anordnen, kann er direkt am Mobilgerät prüfen, ob mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, Allergien oder weitere Risikofaktoren zu berücksichtigen sind“, erläutert Reiner Heuzeroth, Qualitätsmanager bei Asklepios und Experte für klinische Dokumentation und Use Cases im Projekt. „Zudem hat er Einsicht in Diagnosen und vorhandene Befunde.“
Detaillierte Informationen können auf dem iPad in vier verschiedenen Kategorien abgerufen und natürlich auch an Ort und Stelle neu erfasst werden: Vitalwerte wie Blutdruck, Puls und Temperatur werden, wie von der Papierkurve gewohnt, in ihrem zeitlichen Verlauf grafisch dargestellt – das erleichtert die Interpretation und bietet die nötige Plausibilitätskontrolle beim Eintrag aktueller Messwerte. Außerdem zeigt das iPad in einer Liste die verordnete und verabreichte Medikation. Auskunft über die aktuelle Einschätzung der Situation durch Ärzte oder Pflegekräfte bietet der Verlaufseintrag, in dem täglich Bemerkungen, Hinweise und Beobachtungen zum Patienten notiert werden. Die iPad-Applikation bietet hier die Möglichkeit, entweder berufsgruppenübergreifend die letzten Einträge von Ärzten und Pflege komplett anzuzeigen oder nur eine Berufsgruppe auszuwählen. Die vierte Kategorie der Visite-Anwendung erlaubt es, mit dem iPad ärztliche Anordnungen zum Patienten aufzunehmen. Über diese Anordnungen können dann klinische Aufträge (OP-Anmeldung, Laboranforderung etc.) im System angestoßen werden.
Höhere Datenqualität, mehr Transparenz
Eine mobile elektronische Dokumentation hat hohe Anforderungen zu erfüllen. Sie soll eine lückenlose Dokumentation unterstützen und gleichzeitig den Aufwand für die Mitarbeiter verringern. „Die klinische Dokumentation, die wir mobil abbilden wollen, findet bei uns derzeit noch weitgehend auf Papier statt“, berichtet Dr. Anna Niemeyer von Asklepios. Die Nachteile liegen auf der Hand: Man muss blättern, wenn man eine Information sucht, viele handschriftliche Eintragungen sind schlecht lesbar, und vieles muss doppelt dokumentiert werden – in der Papierkurve und in i.s.h.med, wobei sich durch den Medienbruch auch Fehler einschleichen können. Papierdokumentation bietet aber auch Vorteile in Bezug auf Übersichtlichkeit und Unmittelbarkeit, auf die viele Anwender nicht verzichten wollen. „Wenn wir wollen, dass sich die elektronische Dokumentation bei den Anwendern durchsetzt, müssen wir die Vorteile des Papiers bewahren und sie mit den Vorteilen der elektronischen Akte verbinden“, betont Dr. Niemeyer. „Dazu gehört, dass die Informationen genauso übersichtlich und intuitiv erfassbar dargeboten werden wie in der Kurve. Wichtig ist auch, dass Informationen im Prozess dokumentiert werden, also dann, wenn sie anfallen, und nicht erst Stunden später, wenn schon wieder ganz andere Dinge anliegen.“ Ein mobiles Gerät erlaubt es, etwa Vitalwerte direkt nach der Messung in die elektronische Akte einzugeben – Übertragungsfehler werden reduziert, und die Daten sind sofort systemweit verfügbar.
Der Anwender steht im Zentrum
„Grundsätzlich wird der Anwender am besten wissen, wie er die stationäre und mobile Nutzung des KIS verbinden möchte“, umreißt Claus Knapheide von Siemens das Prinzip hinter der Entwicklung mobiler Szenarien. „Er selbst kann entscheiden, ob er mobil Dokumentiertes final oder als Entwurf abspeichert und ob er einen Workflow bereits mobil abschließt, also zum Beispiel eine ärztliche Anordnung auf dem iPad gleich einen entsprechenden Auftrag auslöst oder ob weitere Bearbeitungsschritte oder Freigaben notwendig sind.“ – „Bei der Weiterentwicklung der klinischen Informationssysteme vollzieht sich ein Paradigmenwechsel hin zu einer konsequenten Anwenderorientierung bei der Gestaltung von Funktionen und Oberflächen“, ergänzt Dr. Anna Niemeyer. „Ins Zentrum der Betrachtung rückt der Anwender mit seinen Anforderungen an die klinische Arbeitsumgebung, aber auch mit seinen Vorstellungen, Berufs- und Privatleben unter einen Hut zu bringen. Deshalb werden wir im Rahmen des AFH-Programms testen, welche Parameter hierfür entscheidend und notwendig sind. Der Arbeitsplatz Klinik wird sich in den nächsten Jahren weiter verändern. Wir werden mit unseren Partnern im AFH diesen Prozess nicht nur begleiten, sondern auch Wege aufzeigen, ihn zu gestalten. Die Zusammenarbeit mit Siemens zur mobilen Nutzung des KIS ist hier ein wichtiger und richtungsweisender Schritt.“
Gemäß der Smart-UI-Strategie von Siemens soll i.s.h.med bereits mit dem nächsten Enhancement Package (EHP6) von SAP® mobilfähig gemacht werden. Sobald die Funktionalität verfügbar ist, wird für das mobile Szenario „Visite“ ein Pilotprojekt gestartet, um Praxiserfahrungen zu sammeln und die Lösung zu verbessern. Viele Konzepte, die für die mobile Visite entwickelt werden, können in anderen Szenarien ebenfalls Verwendung finden und auch Impulse für die stationäre i.s.h.med-Oberfläche geben – zum Beispiel das Favoritenkonzept für die Patientenauswahl. Natürlich denkt das Projektteam von Asklepios und Siemens auch bereits über weitere mobile Szenarien nach. Als nächstes sollen die klinischen Daten der Patientenakte und erste klinische Dokumentationsprozesse über iPad-Apps verfügbar gemacht werden. Weitere Endgeräte, Szenarien und die Anbindung auch von medico und Soarian® Clinicals werden folgen. Schon bald wird das mobile Endgerät ein integraler Bestandteil von Krankenhausinformationssystemen sein.
Siehe hierzu auch den Beitrag von Management & Krankenhaus Mit dem iPAD auf Visite

„Ins Zentrum der Betrachtung rückt der Anwender mit seinen Anforderungen.“ Dr. Anna Niemeyer, Projektmanagerin im Programm „Asklepios Future Hospital“
„Wir stehen erst am Anfang“, resümiert Dr. Anna Niemeyer. „Bis ein Mobilgerät täglich im Krankenhaus genutzt werden kann, sind noch viele Fragen zu beantworten, die nicht nur die Applikation, sondern auch das Gerät selbst betreffen: Wie robust muss die Hardware sein? Wie trage ich Sorge für den hygienischen Umgang mit den Geräten? Wie gewährleiste ich Administration und Datenschutz? Aber dennoch bin ich mir sicher: Mobilen Anwendungen im Krankenhaus gehört die Zukunft!“

„Es kommt darauf an, Funktionen und Informationen adaptiert für mobile Nutzungsszenarien bereitzustellen, wie der jeweilige Anwender sie gerade benötigt. Deshalb setzt Siemens seine mobile Strategie in enger Partnerschaft mit Klinikern aus der Praxis um.“ Claus Knapheide, User Experience Manager für klinische Systeme bei Siemens
- „Der Arzt kann während der Visite direkt am Mobilgerät prüfen, ob mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, Allergien oder weitere Risikofaktoren zu berücksichtigen sind.“ Reiner Heuzeroth, Qualitätsmanager bei Asklepios
Und hier der PDF-Download des Artikel, wie er in der inside:health IT SPECIAL der Siemens AG Ausgabe April 2011 erschienen ist.
Smart UI. Mit dem iPAD auf Visite
Ene, mene, mini
Veröffentlicht von AFH Alliance, Chief Editor in Aktuell, Partnernews am März 23, 2011
Zu Besuch bei den Kleinsten: Das AFH geht neue Wege.
von Marita Göttsche, Projektmanagerin im AFH.
Seit Herbst 2010 ist das Startup Unternehmen mybabywatch neuer Partner im Asklepios Future Hospital Programm. Gemeinsam mit den Ärzten und Pflegekräften der Frühgeborenenstation der Abteilung für Neonatologie (Chefarzt Dr. R.Laux) des Asklepios Klinikums Barmbek, wird ein neues System erprobt, welches es Eltern und Angehörigen von Frühgeborenen erlaubt, das Frühchen jederzeit virtuell über das Internet zu besuchen. Wir versprechen uns Vorteile in der Entwicklung der Eltern-Kind-Beziehung, so Christian Hess, Ärztlicher Leiter des Asklepios Future Hospital Programms. Ausserdem kann mit vergleichsweise einfachen, vor allem aber etablierten Mitteln diese für die Eltern schwierige Phase angenehmer gestaltet werden.
Am 18.03.11 habe ich am Kickoff-Symposium „mybabywatch“ im Hotel Adlon, Berlin teilgenommen, auf dem das neue internetbasierte virtuelle Besuchssystem „mybabywatch“ für Eltern von Frühgeborenen vorgestellt wurde, das das AFH in der Neonatologie des AK Barmbek pilotieren wird. Neben Vorträgen über die Entstehungsgeschichte dieses Themas an der Charité Berlin von Prof. Dr. Wauer und heutigen Unterstützungsmöglichkeiten über Web- und Mobil-Technologien von Herrn Schneider, Vodafone, hat mich der Vortrag von Frau Silke Mader, geschäftsführende Vorsitzende der EFCNI-European Foundation for the Care of Newborn Infants außergewöhnlich beeindruckt. Frau Mader hat mir einen ganz neuen Blickwinkel und eine ganz andere Sensibilität auf und für das Frühchenthema vermittelt.
Nicht die technologischen Möglichkeiten, mit denen Eltern ihre Babies virtuell besuchen können, sind allein die „schicke“ Zukunft. Das Hauptthema ist, die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für die Frühchenthemen
• Abbau der Ängste und Sorgen von Frühcheneltern im psychosozialen Umwelt durch Betreuung der Gesamtfamilie durch Ärzte und Schwestern.
• Bestmögliche medizinische Versorgung und langfristige Verbesserung des Gesundheitszustandes von Frühchen
• Erforschung vom Maßnahmen zur Vermeidung von Frühgeburten
durch Maßnahmen, Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerke, Lobbying Schritt für Schritt zu fördern. Da inzwischen ca. 10% aller Geburten Frühgeburten sind, also ein gesellschaftlich relevanter Faktor, braucht das Thema viel mehr öffentliche Aufmerksamkeit, Unterstützung und Lobbyarbeit. Frau Mader hat in beeindruckter und natürlicher Weise ihre Anstrengungen von einer betroffenen Mutter von frühgeborenen Zwillingen (ein Kind verstarb) Ende der Neunziger, die damals mit Ihren Sorgen und Ängsten allein gelassen wurde, über
• die Gründung von Elternselbsthilfegruppen,
• den Aufbau von Netzwerken,
• die Gewinnung von Unterstützern auch aus dem politischen Umfeld,
• die Übernahme des Vorstandvorsitzes des deutschen Bundesverbandes
bis zu ihrer heutigen Rolle als Vorkämpferin auf europäischer Ebene geschildert.
Ihr Herzensanliegen ist, das der bekannte Kinderreim „ene, mene, muh, und raus bist du“ für Frühchen mit dem Wahlspruch „ene, mene, mini“ ins Gegenteil gedreht wird, nämlich „Mini, du gehörst dazu“. Mit einem Foto ihres gesunden, inzwischen 14jährigen Sohnes hat sie alle Teilnehmer überzeugt, all die Mühe lohnt sich. Jede weitere Unterstützung des EFCNI http://www.efcni.org ist willkommen . Das mybabywatch-System (Infos unter: mybabywatch) kann dabei einen wertvollen Beitrag leisten. Künftige Eltern werden diese Unterstützung und Hilfe in ihrer Ausnahmesituation mehr und mehr einfordern.
Was liest eigentlich der CIO der Asklepios Kliniken?
Veröffentlicht von AFH Alliance, Chief Editor in Themen am März 17, 2011
Dem IT Fachmagazin CIO verrät Uwe Pöttgen, Leiter des Konzernbereichs IT der Asklepios Kliniken in der aktuellen Ausgabe seine 5 Top-Titel.
Und hier der direkte Link:
CIO online 14.03.2011
How important is Asklepios and the AFH for the healthcare market and your organisation?
Veröffentlicht von AFH Alliance, Chief Editor in Aktuell, Headlines, HIMSS11 am März 12, 2011
Christian Hess asked the AFH partners at the HIMSS11 about this topic.





